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	<title>Laserklassen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-07-22T21:57:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Laserpedia</subtitle>
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		<id>https://laserpedia.de/index.php?title=Laserklassen&amp;diff=510&amp;oldid=prev</id>
		<title>MKrause: Neuer Artikel: Übersicht der Laserklassen nach DIN EN 60825-1</title>
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		<updated>2026-07-22T12:40:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Neuer Artikel: Übersicht der Laserklassen nach DIN EN 60825-1&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{#seo:|title=Laserklassen 1 bis 4 einfach erklärt: Übersicht nach DIN EN 60825-1|description=Alle Laserklassen (1, 1M, 2, 2M, 3R, 3B, 4) im Überblick: Gefährdung, Beispiele und Schutzmaßnahmen nach DIN EN 60825-1, verständlich erklärt für Praxis und Arbeitsschutz.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laserklassen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; teilen Laser und Lasereinrichtungen nach dem Gefährdungspotenzial ihrer zugänglichen Strahlung ein. Grundlage der Einteilung ist die Norm DIN EN 60825-1 ([[:Kategorie:Sicherheit|Sicherheit]] von Lasereinrichtungen), die sieben Klassen unterscheidet: 1, 1M, 2, 2M, 3R, 3B und 4. Je höher die Klasse, desto größer ist das Risiko für Augen und Haut. Maßgeblich ist dabei nicht die im Gerät erzeugte Leistung, sondern die Strahlung, die im Normalbetrieb tatsächlich zugänglich ist. Ein mehrere Kilowatt starker Bearbeitungslaser kann deshalb als vollständig eingehaustes Gesamtsystem in die niedrigste Klasse fallen, während ein kleiner Laserpointer mit offenem Strahl in einer höheren Klasse liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klassifizierung berücksichtigt unter anderem Leistung beziehungsweise Pulsenergie, Wellenlänge und Einwirkungsdauer. Eine besondere Rolle spielt der sichtbare Spektralbereich von etwa 400 bis 700 Nanometern, weil das Auge sichtbares [[Licht]] und nahes Infrarot auf die Netzhaut fokussiert und dort schon geringe Leistungen bleibende Schäden verursachen können. Die physikalischen Grundlagen der Strahlerzeugung behandelt der Artikel [[Laserphysik]]. Die Einstufung nimmt der Hersteller vor; die Klasse muss auf dem Gerät angegeben sein und darf vom Betreiber nicht verändert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht der Laserklassen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Klasse !! Gefährdungspotenzial !! Typische Beispiele !! Schutzmaßnahmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || Ungefährlich bei bestimmungsgemäßem Betrieb. Auch längeres Blicken in den Strahl und die Benutzung optischer Instrumente gelten als sicher. || CD- und DVD-Laufwerke, Laserdrucker, Laser-Entfernungsmesser, vollständig eingehauste Laserschneidanlagen || Keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || Für das bloße Auge ungefährlich. Gefährlich kann die Strahlung werden, wenn sie mit optischen Instrumenten wie Lupen oder Ferngläsern gesammelt und gebündelt wird. || Sender in [[LWL]]-Übertragungssystemen, stark aufgeweitete oder divergente Strahlquellen || Keine Beobachtung des Strahls mit optischen Instrumenten; Unterweisung bei Arbeiten an offenen Glasfasern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || Nur sichtbare Strahlung (etwa 400 bis 700 nm), Dauerstrichleistung maximal 1 mW. Bei kurzzeitiger Einwirkung bis 0,25 Sekunden ungefährlich; der Schutz beruht auf natürlichen Abwendungsreaktionen einschließlich Lidschlussreflex. || Einfache Laserpointer, Barcode-Scanner, Linien- und Baulaser || Nicht absichtlich in den Strahl blicken; der Lidschlussreflex darf nicht als zuverlässig vorausgesetzt werden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || Wie Klasse 2 für das bloße Auge. Bei Verwendung optischer Instrumente ist eine Augengefährdung möglich. || Rotations- und Linienlaser im Bauwesen mit aufgeweitetem oder fächerförmigem Strahl || Wie Klasse 2, zusätzlich keine Beobachtung des Strahls mit Lupen oder Ferngläsern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || Direkter Blick in den Strahl ist potenziell gefährlich, das Risiko ist jedoch geringer als bei Klasse 3B. Im sichtbaren Bereich bis 5 mW zulässig (das Fünffache von Klasse 2). || Stärkere Laserpointer, Justier- und Vermessungslaser, Zieleinrichtungen || Strahlweg sichern und nicht auf Augenhöhe führen, Unterweisung; in Deutschland ist beim Betrieb ein Laserschutzbeauftragter zu bestellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || Der direkte Blick in den Strahl ist auch bei kurzzeitiger Einwirkung gefährlich. Diffus gestreute Strahlung ist in der Regel ungefährlich. Dauerstrichleistung bis 500 mW. || Laser in Forschungslaboren, Showlaser, medizinische Therapielaser || Abgegrenzter und gekennzeichneter Laserbereich, Laserschutzbrille, Laserschutzbeauftragter, Unterweisung, Warnleuchte am Zugang&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || Höchste Gefährdungsstufe (über 500 mW). Bereits diffus gestreute Strahlung kann Augen und Haut schädigen; zusätzlich besteht Brand- und Explosionsgefahr. || Materialbearbeitungslaser für [[Laserschneiden]] und [[Laserschweißen]], Showlaser hoher Leistung, chirurgische Laser || Einhausung oder vollständige Abschirmung, Zugangsregelung und Verriegelungen, Laserschutzbrille und gegebenenfalls Schutzkleidung, Laserschutzbeauftragter, brandschutztechnische Maßnahmen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusatz M steht für &amp;quot;magnifying&amp;quot; und kennzeichnet Laser, deren Strahlung erst durch optisch vergrößernde Instrumente gefährlich wird. Die Klasse 3R ersetzt zusammen mit 1M und 2M die frühere Klasse 3A aus älteren Normfassungen; auf Bestandsgeräten ist diese alte Kennzeichnung noch anzutreffen. Neuere Ausgaben der DIN EN 60825-1 kennen zusätzlich die Klasse 1C für [[:Kategorie:Geräte|Geräte]], deren Strahlung nur bei direktem [[Kontakt]] mit der Haut freigesetzt wird, etwa Haarentfernungsgeräte für den Heimgebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den Arbeitsschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gewerblichen Umfeld ist die Laserklasse der zentrale Ausgangspunkt der Gefährdungsbeurteilung. In Deutschland regelt die Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStrV) den Betrieb von Lasereinrichtungen am Arbeitsplatz. Konkretisiert wird sie durch die Technischen Regeln zur Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung, kurz TROS Laserstrahlung. Diese beschreiben, wie Gefährdungen zu ermitteln und zu bewerten sind und welche technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen in Frage kommen. Wer sich an die TROS hält, kann davon ausgehen, die Anforderungen der Verordnung zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Klasse 3R muss der Betreiber vor Aufnahme des Betriebs schriftlich einen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laserschutzbeauftragten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bestellen. Dieser verfügt über eine entsprechende Fachkunde, unterstützt bei der Gefährdungsbeurteilung, überwacht den sicheren Betrieb und wirkt bei der Unterweisung der Beschäftigten mit. Für die Klassen 1 bis 2M ist kein Laserschutzbeauftragter erforderlich, eine Gefährdungsbeurteilung bleibt aber auch hier Pflicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschäftigte, die mit Lasern der Klassen 3R, 3B oder 4 arbeiten oder sich in entsprechenden Laserbereichen aufhalten, müssen vor Aufnahme der Tätigkeit und danach regelmäßig unterwiesen werden. Inhalte der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unterweisung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind unter anderem die Wirkung von Laserstrahlung auf Auge und Haut, die geltenden Schutzmaßnahmen, das richtige Verhalten im Laserbereich und das Vorgehen bei Unfällen. Bewährt hat sich die Rangfolge der Schutzmaßnahmen: technische Maßnahmen wie Einhausungen und Verriegelungen haben Vorrang vor organisatorischen Regelungen, und persönliche Schutzausrüstung wie die Laserschutzbrille ist die letzte Stufe, nicht der erste Griff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Laserklassen in der industriellen Praxis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Materialbearbeitung kommen fast ausschließlich Strahlquellen der Klasse 4 zum Einsatz, etwa [[Faserlaser]], [[CO2-Laser]] und andere [[Festkörperlaser]] mit Leistungen im Kilowattbereich. Entscheidend für den Alltag ist jedoch die Klasse des Gesamtsystems: Wird eine Klasse-4-Quelle vollständig eingehaust, mit verriegelten Zugängen und lasersicheren Sichtfenstern versehen, kann die gesamte Anlage als Lasereinrichtung der Klasse 1 eingestuft werden. Der Bediener arbeitet dann an einer Maschine, von der im Normalbetrieb keine gefährliche Strahlung ausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisches Beispiel ist die moderne [[Laserschneidmaschine]]: Die Schneidzelle ist als geschlossene Kabine ausgeführt, Türen und Klappen sind mit Sicherheitsschaltern verriegelt, und der Prozess wird durch spezielle Schutzscheiben oder per Kamera beobachtet. Obwohl im Inneren ein Klasse-4-Laser Bleche trennt (siehe [[Laserschneiden Metall]]), gilt für das Umfeld die Sicherheit einer Klasse-1-Einrichtung. Anders liegt der Fall bei Service- und Einrichtarbeiten: Wird die Einhausung geöffnet oder eine Verriegelung überbrückt, gelten wieder die Bedingungen der Klasse 4 mit allen zugehörigen Schutzmaßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handgeführte Systeme wie das [[Laser-Schweißgerät]] lassen sich konstruktionsbedingt nicht einhausen, da der Strahl offen auf das Werkstück trifft. Solche Geräte bleiben Klasse 4 und erfordern einen abgegrenzten Laserbereich, geschultes Personal, Laserschutzbrillen für alle Anwesenden und Vorkehrungen gegen reflektierte Strahlung, etwa durch Abschirmwände. Beim Kauf gebrauchter oder importierter Anlagen lohnt der Blick auf die Konformität: Fehlen Einhausung, Verriegelung oder Kennzeichnung, ist die auf dem Typenschild angegebene Klasse unter Umständen nicht belastbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kennzeichnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasereinrichtungen müssen entsprechend ihrer Klasse gekennzeichnet sein. Üblich ist die Kombination aus dem dreieckigen gelben Warnzeichen mit Lasersymbol und einem Hinweisschild, das die Klasse und einen Warntext nennt, zum Beispiel &amp;quot;Laserstrahlung. Nicht in den Strahl blicken. Laser Klasse 2&amp;quot;. Bei höheren Klassen kommen Angaben zu Wellenlänge und Leistung beziehungsweise Pulsdaten hinzu, außerdem Hinweise wie &amp;quot;Bestrahlung von Auge oder Haut durch direkte oder Streustrahlung vermeiden&amp;quot; bei Klasse 4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Gerätekennzeichnung ist der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laserbereich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu markieren, also der Bereich, in dem die Grenzwerte für eine zulässige Bestrahlung überschritten werden können. An Zugängen zu Laserbereichen der Klassen 3B und 4 sind Warnschilder anzubringen; häufig signalisieren zusätzlich Warnleuchten den Betriebszustand der Anlage. Austrittsöffnungen des Strahls werden am Gerät gesondert gekennzeichnet, damit sie bei Justage- und Wartungsarbeiten nicht übersehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Laserklasse beschreibt nur das Gefährdungspotenzial eines Geräts, ersetzt aber keine Schutzorganisation. Welche technischen, organisatorischen und persönlichen Maßnahmen sich daraus im Einzelnen ableiten, von der Auswahl geeigneter Laserschutzbrillen bis zur Gestaltung von Laserbereichen, behandelt der Artikel [[Laser Sicherheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>MKrause</name></author>
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